Krav Maga

Krav Maga (hebräisch: Kontaktkampf) ist ein leicht erlernbares, zweckorientiertes Selbstverteidigungssystem. Es ist kein Kampfsport, da hier bewusst auf Regeln verzichtet wird, deren Befolgung man bei realen Übergriffen auch nicht von Tätern erwarten kann.

 

Im Krav Maga werden vier Hauptbereiche unterschieden:

 

  • Privatpersonen (Selbstverteidigung, Deeskalation, Stressresistenz und für die Gesundheit/Fitness)
  • Sicherheitsbereich/Polizei
  • Militär
  • VIP/Executive Protection (Personenschutz)

 

Hierbei gibt mittlerweile, begründet in der Entwicklung der Zeitgeschichte, neue Bereiche. So werden z.B. speziell Air Marshals und Sea Marshals in den Krav Maga Techniken geschult.

 

Ziel ist es, Privatpersonen einfache, auf intuitiven Reaktionen aufbauende Techniken zu vermitteln, die unter Stress schnell angewandt werden können, um Übergriffe – egal ob bewaffnete oder unbewaffnete – auf die eigene oder dritte Personen abzuwehren. Die Techniken bauen aufeinander auf, um die Anwendbarkeit zu vereinfachen.

 

Krav Maga zeichnet sich durch Realitätsnähe aus. Dies wird auch im Training deutlich, wenn nicht nur aus allen Lagen (liegend, stehend, sitzend), sondern auch unter verschiedensten Bedingungen (z.B. im Dunkeln, im Treppenhaus, auf dem Asphalt) trainiert wird.

 

Ein besonderer Schwerpunkt wird im Krav Maga auf das Trainieren unter starker körperlicher Anstrengung als Simulation der Stressbelastung eines Übergriffs, sowie das Training in gestellten Szenarios gelegt.

 

Krav Maga ist ein flexibles System, das ständig den Erfordernissen im zivilen und professionellen Bereich angepasst und für die Belange von Selbstverteidigung, Selbstschutz und Selbstbehauptung weiter entwickelt wird. Um die Qualität in den Trainings abzusichern, werden die zertifizierten Instructoren jährlich weitergebildet. Ohne dieses Zertifizierung erlischt die Erlaubnis, im Namen der IKMF Krav Maga zu unterrichten.